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zu meinen Veröffentlichungen

„Im Anfang war das Wort.
Dann muss es ihm die Sprache verschlagen haben.“

Heinrich Wiesner

Richstein, Karl-H., (2020),

Active Ingredients and Acceptance of Critical Incident Stress Management (CISM).
Band I: Qualitative and Quantitative Analysis.,
dt.: Umgang mit Stress nach kritischen Vorfällen.
Gegenstandsfeld – Bedingungen – Wirkungsweise – Evaluation.
Eine Untersuchung zu Wirkmechanismen des Critical Incident Stress Management (CISM), 
BoD

Historisch betrachtet wurde die Bereitstellung von notfallpsychologischen Hilfemaßnahmen vielfältig weiter entwickelt. Von der emotionalen Ersten Hilfe bis hin zur professionellen und wissenschaftlich fundierten Krisenintervention, die versucht, ein „verloren gegangenes psychisches Gleichgewicht mit all seinen teilweise funktionellen Beeinträchtigungen“ (Everly & Mitchell, 2002: 16) durch die Aktivierung eigener Ressourcen wieder herzustellen.

Die hier vorgelegte Studie versteht sich eingebettet in eine Vielzahl von Debriefing-Formen. In einer Folge von mehreren Fallstudien soll die Wirkung des CISM-Debriefings nach den Standards der International Critical Incident Stress Foundation (ICISF) und die Bedeutung verschiedener Durchführungskriterien untersucht werden:

  • Peerprinzip,
  • Faktor „Vertrauen“ zwischen Betroffenem und Begleitendem,
  • Zeitspanne zwischen Incident und Debriefingdurchführung,
  • Durchführung im face-to-face- oder im Telefon- Kontakt,
  • Strukturelle Unabhängigkeit des Anforderungssystems,
  • Mögliche Follow-up-Maßnahmen,
  • Etc.

So ist es gelungen, eine valide Aussage darüber treffen zu können, was in der CISM-Methode wie wirkt und von welchen Faktoren die Wirkung abhängig ist. So werden nicht nur neue Bewertungen, sondern auch Optimierungsmaßnahmen innerhalb der CISM-Methodik möglich.

Richstein, Karl-H., (2020),

Active Ingredients and Acceptance of Critical Incident Stress Management (CISM).
Band II: Transcriptions., BoD

Der Materialband stellt die Interviewtranskriptionen zusammen und gewährt somit einen detaillierten Einblick in die zugrundegelegt Daten des qualitativen Studienteils.

Die vorgelegte Arbeit operiert in ihrem empirischen Teil des ersten Abschnitts intensiv mit persönlichen und damit hochsensiblen Informationen. Dies erklärt sich einerseits aus Beratungskontext und Forschungsmethode, andererseits sind diese wesentliche Grundlage zum Erkenntnisgewinn der vorliegenden Arbeit. Im Gegenzug wird dieser Vorteil mit einem Höchstmaß an Anonymisierungsanforderung erkauft. Die Ratsuchenden haben der Veröffentlichung im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeitsweise zugestimmt, dennoch ist ein größtmöglicher Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten. Dazu mussten persönliche- und Ortsnamen verändert, Lebensdaten an die Bedingungen adaptiert, sowie alleinstellende Merkmale maskiert werden.

Der zweite Band der Studie öffnet somit über eine Datenpräsentation hinaus forschungsethische Fragen um die Wertebalance zwischen Studien- und Individualinteressen.