Ausbildung Berater*in Krisenintervention

Beratung und Therapie

„Wem zu glauben ist, redlicher Freund, das kann ich dir sagen:
Glaube dem Leben!
Es lehrt besser als Redner und Buch.“

Johann Wolfgang v. Goethe

Ausbildung zu Berater*in Krisenintervention

Standards  ICISF

a) Voraussetzungen zur Fortbildung Krisenberater*in:

  1. Das Begleitungskonzept der International Critical Incident Stress Foundation (ICISF) setzt auf das Peer-Prinzip:
    Kolleg*innen unterst√ľtzen Kolleg*innen. Deshalb ist keine festgelegte berufliche Grundvoraussetzung gegeben.
  2. Ein Vorstellungs- und Eignungsgespr√§ch pr√ľft gegenseitige Erwartungen von Ausbilder*in und Interessierten.
  3. Bereitschaft, sich am Kursverlauf und den Trainingseinheiten aktiv zu beteiligen, sowie sich dem anschließenden konstruktiven Feedback auszusetzen
  4. Förmliche Anmeldung bei Ausbilder*in, der diese zur späteren Zertifizierung zur University of Maryland und zur Registrierung bei der ICISF in die USA sendet.

b) Teilnahme an Fortbildung Krisenberater*in:

  • Es gibt eine Vielzahl von Ausbildungsinstituten, die in Krisenberatung fortbilden. Hierzu z√§hlen vor allem die sgg. „Blaulichtorganisationen“: Rettungsdienste verschiedener Tr√§gerschaft (DRK, Johanniter, Malteser) und Feuerwehren. Zivlgesellschaftliche Tr√§ger*innen gibt es auf nahezu allen Verwaltungsebenen (Beispiele ‚Üí¬†Bund, Land, Kommune). Hier werden f√ľr Krisenf√§lle Dienste wie Psycho-Soziale-Notfall-Versorgung („PSNV“) und Notfallnachsorge-Dienste („NDD“ (Beispiel ‚Üí NDD Bodensee) vorgehalten und f√ľr die Aus- und kontinuierliche Fortbildung des – meist ehrenamtlichen Personals – gesorgt.¬†Auch Im Umfeld kirchlich-sozialen Engagements finden sich unter dem Stichwort „Notfallseelsorge“ qualifizierte Ausbildungsveranstr√§ger*innen.
  • Achtung: Dieie Ausbildungskonzepte und -durchf√ľhrungen unterscheiden sich stark in Qualit√§t und Umfang! Es ist daher angeraten, auf ausgewiesene Zertifizierungen zu achten.
  • Aus Erfahrung b√ľrgen ICISF-zertifizierte Fortbildungen f√ľr hohe Qualit√§tsstandards.

c) Aufbau & Kursverlauf:

  • Im sechsstufigen Kursangebot bauen die Einzelmodule aufeinander auf. Es ist daher sinnvoll, sie in der angegebenen Reihenfolge zu besuchen:
  1. Critical Incident Stress Management: Basic Course (Umfang 19 UE ‚Čô 14,25 ¬†Zeitstunden)
  2. Critical Incident Stress Management: Advanced Course (Umfang 19 UE ‚Čô 14,25 ¬†Zeitstunden)
  3. Critical Incident Stress Management: Individual Crisis Intervention and Peer Support (Umfang 18 UE ‚Čô 13,5 ¬†Zeitstunden)
  4. Critical Incident Stress Management: Advanced Group Crisis Intervention¬†¬†(Umfang 19 UE ‚Čô 14,25 ¬†Zeitstunden)
  5. Critical Incident Stress Management: Strategic Response to Crisis (Umfang 19 UE ‚Čô 14,25 ¬†Zeitstunden)
  6. Critical Incident Stress Management: Suicide Awareness Introduction (Umfang 7 UE ‚Čô 5,25 ¬†Zeitstunden)
  • Der Umfang von Seminar-/Unterrichtsstunden betr√§gt also insgesamt ‚Čß 100 UE ‚Čô 75 Zeitstunden ‚Čô 10 Tage.
    darin sind Zeiten zu Vor- und Nachbereitung sowie Einsatzzeiten nicht eingerechnet.

Critical Inciden Stress Management („CISM“) wird im deutschen Sprachgebrauch weitgehend √ľbersetzt mit Stressverabeitung von belastenden Ereignissen („SBE“).

Angebot:
Komplett-Ausbildung Berater*in Krisenintervention

a) Rahmenbedingungen:

  1. In  der Regel belegen Ausbildungskandidat*innen Kriseninterventions-Fortbildungen im Auftrag der Hilfe-Organisation, der sie angehören. In diesem Fall sind drei Seiten am Ausbildungsgeschehen beteiligt: beauftragende & zahlende Organisation, Ausbildungskadidat*in und CISM-Ausbilder. Zwischen ihnen wird ein Dreiecksvertrag geschlossen.
    Möchte jemand ohne organisationelle Beauftragung Ausbildungsmodule belegen, wird ein bilateraler Ausbildungsvertrag geschlossen.
  2. Grundsätzlich gelten zwischen Ausbildungskandidat*in und Lehrsupervisor die gängigen Verschwiegenheitsverpflichtungen (§ 203 StGB). Zur Kommunikation im Dreieck kommt es nur bei Problemen oder Konflikten.
  3. Die Ausbildungsvereinbarung erstreckt sich in der Regel √ľber einzelne Fortbildungsmodule.
  4. Supervisionen zu Kriseninterventions-Einsätzen sollten obligatorisch zur Arbeit hinzu gehören. Sie betrachten die psychosozialen Aspekte der Arbeit Рnicht einsatztaktische Überlegungen!
  5. Supervisionen sind deshalb von Operational Debriefings klar zu trennen und leider noch immer nicht in allen Organisationen selbstverständlich.
  6. Finanzielle Vereinbarungen werden entweder zwischen beauftragender Organisation und Ausbilder oder direkt zwischen Ausbildungskandidat*in und Ausbilder getroffen. Sie orientieren sich an vorher vereinbarten Preiskorridoren (‚Üí Kosten wie bei „Ausbildung Ethikberatung“).
Quartalsschrift der European Association for Aviation Psychology (EAAP): Neueste Forschungsergebnisse aus erster Hand.

b) Inhalte

Die Kursinhalte weisen ein Verhältnis von 25% Instruktion und 75% Training auf.

  • Inhalte der Wissensvermittlung sind:
    Definition und Zielgruppe(n) f√ľr CISM
    Modelle von Stress- & Stressverarbeitung
    Arbeitsweisen des CISM: Peerprinzip, Gesprächsleitfäden, Verschwiegenheitsregelungen, mögliche Teamkonstellationen,
    Geschichte des CISM & Implementierung in der Bundesrepublik
    Fallstatistiken
  • Gegenstand von Trainingseinheiten sind:
    Gespr√§chsabl√§ufe f√ľr Einzel-, Kleingruppen und Gro√ügruppeninterventionen,
    Rollen im CISM-Team,
    Gespr√§chstechniken (Diamantstruktur, Umgang mit Stille, Problem des „Spiegeln“, gute Ratschl√§ge etc.),
    Abgrenzung zu anderen Gesprächsformen: Operationelles Debriefing, Supervision, verschiedene Beratungsformen, Trauerbegleitung etc.

Fachverband


Zertifiziert bei der International Critical Incident Stress Foundation
www.icisf.org

Fachverband


Vollmitglied in der European Association for Aviation Psychologoy
www.eaap.net

Fachverband


Akkreditiert bei der Stiftung Mayday
www.stiftung-mayday.de

Fachverband


Nach den Standards der Deutschen Gesellschaft f√ľr Pastoralpsychologie
www.Pastoralpsychologie.de